Das Projekt – Teil 3 – Vermögensbildung und Ruhestandsplanung

Im letzten Beitrag habe ich mit meiner Unterredung mit Prof. Rürup zur Altersversorgung geschlossen. Da ich nicht weiß, ob ich seine Ausführungen zitieren darf, möchte ich es bei der Aussage belassen, dass sich Prof. Rürup ausgesprochen positiv für Aktien als Instrument der Vermögensbildung und Altersversorgung geäußert hat. Einschränkend wies er jedoch auf die mit Aktien verbundene mehr oder weniger hohe Volatilität hin. Die Volatilität bezeichnet allgemein die Schwankung von Zeitreihen, hier die Schwankungsintensität von Aktien und Aktienfonds oder Indices, die – auch aus meiner Erfahrung – definitiv nicht jeder erträgt.
Als in diesem Zusammenhang interessant qualifizierte Prof. Rürup Investitionen in Infrastruktur – das Rückgrat einer jeden Volkswirtschaft. Abgesehen davon, dass die Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) bis 2030 hier einen Investitionsbedarf in Höhe von 65 Billionen US-Dollar errechnet hat, erlauben bestimmte Formen der Investition in dieses Segment eine gute Rendite bei begrenzter Volatilität. Schließlich noch ein paar Anmerkungen zu Punkt 3 – nämlich den sachlogischen Überlegungen, die für alternative Spar- und Anlageformen für die Zukunft sprechen. Zwei Aspekte sollen hier kurz andiskutiert werden. Zum einen gilt es zu fragen, ob

  • es sinnvoll erscheint, in eine Anlageform zu investieren, die sich über 20, 30, 40 oder 50 Jahre und länger als relativ unflexibel darstellt
  • es schlau ist, in Zinsanlagen zu investieren – in Anlagen, die Dritten als Kapitalbeschaffung – häufig – für renditeträchtigere Investitionen dienen?

Graphische Darstellung des Einflusses der Renditen auf Basis eines Referenzzeitraumes von 35 Jahren

Zielführender erscheint es vielmehr in Anlagen zu investieren, die direkt an der Quelle der Rendite investieren, in Investments, die sich zudem flexibel den Veränderungen der Welt anzupassen vermögen. Sprechen Sie uns an. Gern zeigen wir Ihnen allgemeingültige, konkretere Strategien bzw. Anlageformen. Diese erläutern wir Ihnen gern im Rahmen der fvi-Veranstaltungen, deren Termine wir rechtzeitig bekanntgeben.
Wir entwickeln mit Ihnen die für Sie optimalen Wege der Vermögensbildung, -anlage, Altersversorgung und Ruhestandsplanung in einer Einzelberatung.

Ihr Wolfgang Bruger

Das Projekt – Teil 2: Vermögensbildung und Ruhestandsplanung

Am Ende des ersten Teils meiner Betrachtung habe ich die Frage gestellt, welche Spar- und Anlageformen auf lange Sicht höhere Renditen bieten als die der klassischen Rentenversicherung. Um eine fundierte Antwort hierauf zu finden, gilt es zunächst folgende drei Punkte zu beleuchten:

  1. Welche Renditen boten alternative Anlageklassen und -formen in den relevanten Referenzzeiträumen von 20, 30 und mehr Jahren in Deutschland?
  2. Welche Vorgehensweisen sind mit welchen Erfolgen im europäischen Ausland zu beobachten?
  3. Welche sachlogischen Überlegungen sprechen bei zukünftigen Spar- und Anlagezeiträumen für die eine oder andere Anlageform?

Um Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit nicht überzustrapazieren, will ich mich in den Antworten kurz fassen. Ausführliche Erläuterungen gebe ich Ihnen gern in einem Beratungsgespräch oder aber in Veranstaltungsabenden der Firma:

fvi KG
Forum Verbraucher Informationen
für Vermögensbildungs-, -anlage- und Absicherungskonzepte

Nun aber die versprochenen kurzen Antworten:
1. Je länger die Betrachtungszeiträume, desto überlegener und ertragreicher waren die unternehmerischen Beteiligungen – hier die Aktien und Aktienfonds. Zu unterscheiden sind dabei Aktienfonds mit deutschem, europäischem und internationalem Fokus. Wenngleich diese voneinander abweichen , weisen sie grundsätzlich bessere Ergebnisse auf.

2. Aktien und Aktienfonds spielen in Deutschland – im Verhältnis zum europäischen Ausland und anderen entwickelten Volkswirtschaften – in der Vermögensbildung eine eher untergeordnete Rolle. Dies wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Vermögensbildung jedes einzelnen aus; es führt auch dazu, dass Deutschland pro Kopf eines der geringsten private Volksvermögen in Europa aufweist!

Diesbezüglich verweise ich an dieser Stelle auf eine Analyse des „Handelsblatt Research Instituts“, dessen Präsident Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup ist. Im März dieses Jahres hatte ich im Rahmen einer Tagung Gelegenheit, mich mit Prof. Rürup eingehend zum Thema zu unterhalten. Hierzu mehr in meinem nächsten Blogbeitrag, in dem ich auch auf Punkt 3 – die sachlogischen Überlegungen näher eingehe.

Herzliche Grüße

Ihr Wolfgang Bruger

Projekt: Vermögensbildung und Ruhestandsplanung

Nach wir vor ist für viele Menschen das Projekt Vorsorge für das Alter und die Sicherung eines entspannten Ruhestands eng mit den Angeboten der Lebens- und Rentenversicherungen verbunden. Automatisch greifen sie für die Phase des Aufbaus auf die klassische und/oder fondsgebundene Lebens- bzw. Rentenversicherung zurück. Auch werden vor dem Renteneintritt gern freie Mittel in die Rentenversicherung eingezahlt. Als Ordnungsrahmen hat der Gesetzgeber dabei zunächst drei Säulen, 2005 dann mit dem RV-Nachhaltigkeitsgesetz und der Einführung der Basis-/Rürup-Rente drei Stufen definiert:

Stufe 1: Gesetzliche Rentenversicherung sowie Basis- bzw. Rüruprente
Stufe 2: Betriebliche Altersversorgung und Riesterrente
Stufe 3: Private Rentenversicherung

Doch langsam findet ein Umdenken statt. Die über Jahrzehnte gewachsene und fast automatisch gedankliche Verbindung „Altersversorgung = Rentenversicherung“ lockert sich. Einer der Hauptauslöser hierfür ist der – der vor Jahren noch unvorstellbar – massiv gesunkene Marktzins. Mit diesem sank im Zeitablauf der Garantiezins der Rentenversicherungen, insbes. aber deren auch deren Ertragspotential – denn die Versicherer legen den Löwenanteil von etwa 80% ihres Anlage-topfes in verzinslichen Anlagen an. Die Folge: Rentenversicherungen wurden sukzessive immer unattraktiver.

Die Rendite ist bei langfristigen Anlagen jedoch äußerst wichtig! Sie spielt in der für den Ablauf eines Spar- bzw. Anlageprozesses bestimmenden Formel: Anlage-/Sparbetrag x Laufzeit x Rendite die zentrale Rolle. Bei einem fixierten Vermögensziel und sinkendem Ertrag müssten also die Laufzeit und/oder der Anlagebetrag erhöht werden. Ergo: der Prozess wäre früher zu beginnen und/oder der Spar- bzw. Anlagebetrag zu erhöhen. Da die Anlagefähigkeit in aller Regel aber begrenzt ist, stellt sich die Frage, ob es rentablere Anlageformen gibt und wie der vermeintlich bestehende „Anlagenotstand“ zu lösen ist.

Lesen Sie hierzu in unserem nächsten Blog.

Ihr Wolfgang Bruger