Änderungen bei Pflegebedürftigkeit

Am 1. Januar 2017 tritt das Zweite Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Ich möchte Ihnen hier kompakt und übersichtlich erläutern, was dies für die Pflichtversicherung und den weiteren Absicherungsbedarf heißt. Mit Inkrafttreten des so genannten PSG II gilt ein neuer Begriff für die Pflegebedürftigkeit. Statt drei Pflegestufen gibt es dann fünf Pflegegrade. Bisher wurde die Pflegebedürftigkeit vor allem nach körperlichen Einschränkungen beurteilt, was bestimmte Gruppen wie Demenzkranke benachteiligte. Die neue Einteilung berücksichtigt alle Beeinträchtigungen – körperliche, kognitive und psychische. Relevant ist nun, wie selbständig jemand in seinem Alltag noch handeln kann. Sechs verschiedene Bereiche spielen dabei eine Rolle:

  1. Mobilität
  2. kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  4. Selbstversorgung
  5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits-
        oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Finanzielle Auswirkungen
Das Bundesgesundheitsministerium (BGM) geht davon aus, dass durch die Neuordnung erheblich mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft werden. Es steigen tendenziell aber auch die Leistungen.
Deswegen müssen ab Januar 2017 alle Pflichtversicherten um 0,2 Prozentpunkte höhere Beiträge zahlen – sprich 2,55 Prozent des Bruttoeinkommens; bei Kinderlosen erhöht sich der Beitrag auf 2,8 Prozent.

Kostendeckung fraglich
Trotz aller Verbesserungen – auch nach dem Inkrafttreten der Pflegereform reicht die Pflegepflichtversicherung oft nicht aus, um die Kosten bei Pflegebedürftigkeit voll zu decken.
Sinnvoll ist der zusätzliche Abschluss einer privaten Pflegeversicherung. Diese kann die spürbare und vielleicht schmerzliche Lücke schließen. Wie hoch diese Lücke im Einzelfall konkret ist, zeigen wir Ihnen gern auf.
Beispielhaft leistet die Pflegepflichtversicherung bei vollstationärer Pflege aktuell 1.612 €, in Härtefällen 1.995 €, nach der Reform bis zu 2.005 €. Ein entsprechender Heimplatz kostet im Schnitt jedoch 3.250 € – in Großstädten häufig deutlich mehr. Die Unterdeckung in Höhe von 1250 bis 1750 € und mehr müsste der Betroffene oder seine Familie aus eigener Tasche aufbringen.

Anpassungen der Tarife
Vor allem aber müssen die Versicherer der Neuordnung mit einer entsprechenden Anpassung der Tarifwerke Rechnung tragen. Einige der Gesellschaften passen ihre Tarife automatisch an, andere nicht. Befragen Sie hierzu Ihre Anbieter oder gern auch uns.

Auch private Pflegetarife werden teurer
Bedingt durch die höheren Leistungen werden wohl auch die privaten Pflegeversicherungen teurer. Wenn Sie zu Ihrer Versicherung detailliertere Informationen wünschen, sprechen Sie uns auch hierzu gern an.

Altersbedingt höhere Beiträge ab 2017
Angesichts der kalenderjährlichen Altersberechnung wird es für Kunden im nächsten Jahr etwa 5 Prozent teurer – lebenslänglich! Sollten Sie Näheres hierzu wissen wollen, wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.

Rechtzeitig vorsorgen
Prüfen Sie mit Ihrem Berater, wann für Sie der optimale Zeitpunkt ist, einen Pflegetarif abzuschließen. Vergessen Sie nicht: Der Eintritt einer Pflegebedürftigkeit wird in der Regel mit höherem Alter verbunden wird – dann aber mit höchster Wahrscheinlichkeit. Dennoch gilt: Pflege- und Trauerfälle können auch in jungen Jahren infolge eines Unfalls oder einer schweren Krankheit eintreten!

Rechtzeitig handeln
Fachleute raten dazu, noch in diesem Jahr aktiv zu werden – und dies gleich aus mehreren Gründen. So bietet der eine oder andere Versicherer eine so genannte Umstellungsoption an. Sie sorgt dafür, dass der Kunde die Police ohne erneute Gesundheitsprüfung später auf einen neuen Tarif umstellen kann, ein Tarif, der die neuen gesetzlichen Gegebenheiten berücksichtigt.
Zweitens mögen einige Versicherer das neue Gesetz dazu nutzen, um die Krankheitsfragen auszuweiten. Dies mag dazu führen, dass der eine oder andere Kunde ab 2017 gar nicht mehr versicherbar ist.

Ein letzter Hinweis:
Immer wieder stellen wir in unseren Beratungen fest, dass viele wichtige Vorsorgethemen häufig nicht geklärt sind. Zu nennen sind hier die Patientenverfügung, die Vorsorgevollmacht und die Sorgerechtsverfügung,

Packen Sie die unliebsamen Themen an – wir unterstützen Sie gern.

Erwartungen im Schadensfall

 

Wir alle treffen mehr oder weniger intensiv „Absicherung und Vorsorge“ – und dies obwohl wir immer wieder vernehmen: „Versicherungen zahlen sowieso nicht!“ Wohlwissend, dass dies nicht die Regel ist, sollte es unser aller Bestreben sein, dass jahrelange Investitionen in Absicherung und Vorsorge nicht zum Selbstzweck werden, sondern uns ein durchgängig gutes Gefühl der Sicherheit geben und im Schadensfall die erhoffte Leistung. Versetzen wir uns in die Situation, für die wir Absicherung bzw. Vorsorge getroffen haben – z. B. einen Wasser- oder Feuerschaden oder einen Einbruchschaden – oder gar einen Unfall, eine Berufsunfähigkeit oder einen plötzlichen Todesfall in Ihrer Familie. Was erwarten Sie in dieser Situation? 

Sie möchten sicher nicht:

  • endlos in einer Warteschleife mit unpassender Musikuntermalung hängen
  • in einem Call-Center irgendwo auf der Welt landen
  • gezwungen sein, Ihr Anliegen an verschiedenen Stellen immer wieder vorzutragen
  • hören, dass der Mitarbeiter freitags ab 13 Uhr leider nicht mehr zu erreichen ist

Nein! Das ist definitiv nicht das Szenario, das Sie in Ihrer Notsituation brauchen können. Vielmehr möchten Sie unmittelbar mit einem Menschen – am besten dem persönlichen Betreuer Ihres Maklerhauses – sprechen können, mit einer Person, die um Ihre Absicherungssituation weiß.

Diesen Service bieten wir Ihnen durchgängig seit mittlerweile mehr als 30 Jahren! Zudem wünschen Sie im Falle des Falles optimal versichert bzw. versorgt zu sein!.Einerseits möchten wir gern gegen alle Risiken versichert bzw. angemessen versorgt sein; andererseits heißt es häufig: „Man kann sich auch überversichern“. So gilt es für jeden unserer Kunden das für sie bzw. ihn persönlich geschneiderte Absicherungspaket zu schnüren und dabei zwischen existentiellen und tragbaren Risiken zu unterscheiden. Damit die Person Ihres Vertrauens Sie diesbezüglich optimal beraten kann, ist es sinnvoll, wenn Sie Ihren gesamten – eingehend geprüften – Versicherungsbestand in eine Hand bzw. Spezialisten eines Maklerhauses, gern unseres Hauses, geben. Gleiches gilt übrigens auch für Ihre Vorsorgemaßnah-men. Denn nur so können wir Ihnen die jeweils angemessene Absicherung und/oder Vorsorge bieten.

Den Lebensphasen angepasst

Was gestern galt, kann heute überholt sein. Die Welt und unser persönlicher Mikrokosmos drehen sich permanent und immer schneller. Leben bedeutet Veränderung. Das gilt es zu beachten. Solche Veränderungen sind z.B.

  • Beendigung der Schulzeit – Aufnahme eines Studiums
  • Berufsstart – Karrieresprung
  • Erster eigener Hausrat – Kauf einer ETW/ Bau eines Hauses
  • Gründung einer Familie – Geburt des ersten Kindes
  • Statuswechsel – längerer Auslandsaufenthalt

Damit in den skizzierten Veränderungen bzw. neuen Lebensphasen möglichst optimaler Schutz besteht und die Vorsorge neu justiert werden kann, müssen diese regelmäßig an die veränderten Verhältnisse und Bedürfnisse angepasst werden.

Hierzu bieten wir, im Hause wbA24, einen regelmäßigen bzw. anlassbezogenen

„Absicherungs- und Finanz-Check“

Nutzen Sie diesen! Denn ein solches „Update“ wirkt nicht nur beruhigend, sondern ist im Schadensfall wie auch bei Eintritt der Vorsorgesituation höchst erfreulich. Möchten Sie sich weiter einlesen, so verweisen wir Sie gern aus unsere Homepage: www.wba24.de

Auch werden wir in weiteren Blogs auf einzelne Absicherungsbereiche detaillierter eingehen.

Mit besten Grüßen

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Ihr Wolfgang Bruger und Team

Absicherung bei Berufsunfähigkeit

„Gesundheit ist gewiss nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!“  

(Arthur Schopenhauer)

Berufsunfähigkeit kann jeden treffenBerufsunfähigkeit ist grausam, denn die Arbeitsfähigkeit ist in aller Regel die Basis unseres Einkommens – jetzt und in Zukunft. Es sollte also eine hohe Priorität genießen, unser Leistungsvermögen zu schützen. Und: Wir sollten Vorsorge gegen dessen Verlust treffen. Beginnen kann man damit gar nicht früh genug. Und: Wir können nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Kinder absichern – als Schüler/in, Auszubildende/r, Student/in. Denn je früher der Eintritt einer Berufsunfähigkeit, desto höher das Einkommens-Verlustrisiko: In Zahlen heißt das: Eine 40-jährige Berufstätigkeit bei einem Einstiegsgehalt von 2.500,– Euro und einem Endgehalt von 7.500,-Euro (kleine Beförderungen und minimale Inflation) stellt einen Wert von 2.400.000,- € dar!

Mit diesem eng verbunden ist das Renten-Verlustrisiko: Der Verlust der Berufsfähigkeit führt zu mehr oder weniger hohen Einbußen bei der Altersversorgung. Denn je nach Eintrittszeitpunkt entfällt oder reduziert sich die gesetzliche Versorgung dramatisch – für den Aufbau einer privaten Altersabsicherung bleiben ebenfalls keine Mittel! Angenommene 25 Jahre Rentenzeit x 2.500,– Euro monatlicher Altersrente machen weitere 750.000,- € aus.

Doch wie sieht es mit der Eintrittswahrscheinlichkeit aus? Das Eintreten einer Berufsunfähigkeit stellt keine Seltenheit dar, sondern tritt über alle Berufsgruppen mehr oder weniger häufig auf (siehe Grafik).

Berufsunfähigkeit - Ursachen der Erwerbsminderung

Versicherbarkeit der Berufsunfähigkeit

Wer gesund ist, macht sich meist wenig Gedanken über die eigene Zukunft, die von einer Krankheit oder einem Unfall verändert sein könnte. Doch sind erst einmal bestimmte Krankheiten oder Beschwerden festgestellt oder psychotherapeutische bzw. Coach-Leistungen in Anspruch genommen, so wird eine Absicherung der aktuellen bzw. zukünftigen Einkünfte schwierig oder gar unmöglich!

Entsprechend möchten wir dringend empfehlen, die aktuell hoffentlich gute Gesundheit zu nutzen und bereits in jungen Jahren den ersten Schritt zu gehen.

Vorteile einer frühen Absicherung: Je früher sich der Einzelne für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, desto größer ist die Chance, den Versicherungsschutz ohne Zuschlag oder Ausschluss zu erhalten und desto günstiger die Prämie!

Wie nun aber könnte eine Lösung aussehen – vor dem Hintergrund, dass es nicht leicht fällt, Ausgaben für ein existenzielles Risiko zu tätigen, das im besten Fall nicht eintritt.

Strategien und Beispiele

Da – wie beschrieben – im Falle des Falles neben dem laufenden Einkommen ein Ersatz für den entfallenden Aufbau der Altersversorgung notwendig ist, empfehlen wir eine Kombination aus Absicherung und Vermögensaufbau, die günstiger ist als man vermuten mag!
Der nötige Aufwand kann der Einkommensentwicklung angepasst werden. Neben dieser Variante sind reine, eigenständige Absicherungen zur Berufsunfähigkeit möglich. Lassen Sie sich beraten! Denn eine konkrete Empfehlung kann nur im Einzelfall und in Abhängigkeit zur individuellen Situation erfolgen.
Von höchster Bedeutung sind aber, neben der Bonität des Versicherers, die Leistungsparameter – also die Bedingungen des jeweilig angebotenen Tarifes. Diese sollten durch professionelle Vergleichsprogramme und detaillierte Bedingungsanalysen geprüft werden.

Wenn Sie sich in die Thematik weiter einarbeiten möchten, so verweisen wir Sie auf das Thema Einkommenssicherung auf unserer Homepage www.wba24.de.

Gerne bieten wir Ihnen auch unsere persönliche Beratung an, um Ihnen den Einstieg in den Dschungel der schier endlosen Absicherungsalternativen zu erleichtern.

    Mit besten Grüßen

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Ihr Wolfgang Bruger

Private Krankenversicherung

Versicherungsschutz optimieren – Vorsicht bei Lockangeboten

 

PKVDieser Beitrag wendet sich explizit an diejenigen, die sich bereits vor geraumer Zeit für eine private Kranken-Vollversicherung entschieden haben und vielleicht an eine Optimierung des Versicherungsschutzes denken. Anlass hierfür ist in aller Regel der vermeintlich stark gestiegene Beitrag.

 

Verglichen mit der Entscheidung zwischen Miete und Kauf eines Hauses haben Sie sich damals unter bestimmten Rahmenbedingungen für die risikoreichere, weil unsichere Variante entschieden – ebenfalls wegen des Beitrags, hier des günstigeren. Nun haben sich die persönlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert sowie bestimmte Tarifentwicklungen ergeben. Also gilt es das „Haus zu renovieren“ – sprich den Versicherungsschutz unter den gegebenen neuen Faktoren optimal anzupassen. Eine neue Chance! Doch Achtung – wie häufig, können auch hier erhebliche, langfristig nachwirkende Fehler gemacht werden. Unser Bestreben ist es, Sie hiervor ausdrücklich zu warnen!

Mag die Werbung mancher Anbieter noch so verlockend klingen: Es gibt keinen vernünftigen Versicherungsschutz für einen 50 plus – Best Ager, der nur 59,- Euro im Monat kostet. Glauben Sie das nicht, auch wenn uns die eine oder andere Werbe-Mail das immer wieder glaubhaft machen will! In der Regel gilt: Sollten Sie 20 Jahre und mehr bei einem Versicherer als Kunde geführt sein – nehmen Sie keinen Versicherwechsel vor. Denn durch diesen Schritt

  • gehen die Altersrückstellungen zum großen Teil definitiv verloren und
  • müssen Sie die Gesundheitsfragen neu, komplett und genauestens beantworten

und Fehler in der Beantwortung können zu vorvertraglicher Anzeigepflichtsverletzung und entsprechenden Konsequenzen führen.

Empfehlenswert ist somit zu meist nur ein Wechsel innerhalb des Tarifwerkes des aktuellen Versicherers. Aber auch hier gibt es einiges zu bedenken. So sollten Sie möglichst keinen Wechsel von einem Bisex- in einen Unisex-Tarif vornehmen, da es in der größeren Bisex-Tarifwelt eher wieder Möglichkeiten gibt, in einen preisgünstigeren Tarif zu wechseln. Der Unisex-Bereich hat nur ein begrenztes Tarifangebot.

 

Wie nun aber sollte man vorgehen?

Dringend geboten ist ein intensiver Leistungsvergleich unter den Tarifalternativen – also eine EDV-gestützte und detaillierte Betrachtung Beratung Krankenversicherungund Gegenüberstellung aller Leistungsmerkmale des bestehenden Tarifes sowie der möglichen Alternative.

Weiterhin sind etwaige Selbstbeteiligungsvarianten zu berücksichtigen – bei Angestellten unter Beachtung des Arbeitgeberzuschusses.
Selbstständige sind hier freier in Ihrer Entscheidung. Sie sollten tendenziell eine höhere Selbstbeteiligung wählen. Zum einen, um den Beitrag zu senken und zum anderen unter dem Aspekt der Beitragsrückerstattung. Die Krankenversicherung ist ein sehr komplexes Feld. Wenn Sie Fragen dazu haben, so informieren Sie sich bei Interesse auch auf unserer Homepage.
Gern steht Ihnen aber auch die Leiterin unserer Fachabteilung Kranken- und Pflegeversicherung, Bettina Bruger, zur Verfügung. Sie hat nach 20-jähriger Tätigkeit in Krankenhäusern und Praxen die Ausbildung zur Versicherungsfachfrau absolviert und sich seit einigen Jahren eingehend auch mit der Tarifwechseloption innerhalb der Gesellschaften beschäftigt.

 

Herzliche Grüße

 

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Ihr Wolfgang Bruger

 

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