Crowdfunding und Crowdinvesting

Crowfunding – Rendite und Risiko im Bewusstsein behalten:

Der eine oder die andere von Ihnen mag von den neuen Instrumenten der Finanzierung von Projekten wie auch des gemeinsamen Investierens gehört haben. „Crowdfundings“ und „Crowdinvesting“ werden sie genannt – übersetzt „Schwarmfinanzierung bzw. -investition.“ Die Bezeichnungen lassen erkennen: Die Idee kommt aus der anglo-amerikanischen Welt. Entscheidend jedoch ist nicht die Benennung, sondern die dahinter stehende Idee – nämlich potentielle Geldgeber mit tendenziell kleineren Beträgen und Investoren mit speziellen Projekten zusammen zu bringen.

Entscheidend für den Erfolg von diesen Anlagen sind allerdings vier Punkte:

  • die Qualifikation und Kompetenz der handelnden Personen
  • die Qualität und die Zukunftsfähigkeit der ausgewählten/angestrebten Investitionsprojekte
  • die intelligente Streuung/Zusammensetzung der Einzelinvestments oder Produkt-Portfolios
  • die Existenz der staatlichen und aufsichtsrechtlichen Kontrolle

Diese Anforderungen an ein Investment sind beim klassischen Crowdfunding und -investing allerdings nur sehr begrenzt erfüllt. Oft, handelt es sich vornehmlich um einzelne Investitionsideen von nicht immer professionellen Investoren, die wahrscheinlich für Ihre Projekte keine Bankfinanzierung erhalten und keiner staatlichen Kontrolle unterliegen. An sich nicht unsympathisch, aber aufgrund der Struktur des Unterfangens auch potentiell gefährlich.Da es sich oft um sehr geringe Einstiegsbeträge handelt, ist der eine oder die andere potentielle Anleger/in geneigt, voll ins Risiko zu gehen. Warum nicht im Nullzinsumfeld einmal, mit höherer Renditechance, etwas „wagen“ – so der Gedanke. Das Risiko sollte einem Crowdfunding-Investor jedoch stets bewusst sein.

Beim Crowdfunding professionell denken und handeln

Das Ansinnen der Anleger können wir gänzlich nachvollziehen, und wir unterstützen die Idee vom Grundsatz zu 100 Prozent – nämlich Unternehmer oder besser Ideengeber mit der Ansammlung von vielen kleinen Beträge bei der Umsetzung ihrer Idee zu unterstützen. Möglichst soll dabei natürlich eine mehr oder weniger interessante Rendite erzielt werden.

Unsere Empfehlung ist jedoch, die Investitionsidee zu professionalisieren – besonders, wenn es um Gelder geht, die nicht allein einer Idee zum Erfolg verhelfen, sondern auch der eigenen, sichereren Vermögensbildung dienen soll. So ist es unter diesem Aspekt unseres Erachtens ratsam, gemeinsam mit professionellen Investoren anzulegen:

  • in zukunftsträchtige und angesichts der sich stetig verändernden Welten entsprechend anpassungsfähige Projekte
  • optimal in einem überlegt strukturierten Portfolio von Einzelprojekten, so dass die angelegten Gelder aufgrund der gewählten Zusammenstellung eine „Risiko-Reduzierung“ oder besser gesagt, eine Glättung der Erträge erfahren
  • zudem alle Aktivitäten der handelnden Personen unter gewisser staatlicher bzw. aufsichtsrechtlicher Kontrolle zu wissen – sowohl beim „funding“ (Ansammlung des Kapitals) als auch beim „investing (der Verwendung) – also der Erst- und den Folgeinvestitionen, dem Management und schließlich der Rückführung an die Anleger

Hilfreich für den angestrebten Anlageerfolg wäre darüber hinaus eine testierte Leistungsbilanz der „funding-Institute“ wie auch der „Investment-Häuser“. Derartige Häuser sind seit einigen Jahren existent und bieten ihre Produkte auch Privatinvestoren für kleinere Einmalbeträge und/oder Sparpläne an.

Kommen Sie auf uns zu – wir senden Ihnen gern weiterführende Informationen zu bzw. erläutern Ihnen die Anlagemöglichkeiten in einem persönlichen Gespräch.

Mit besten Grüßen

Wolfgang Bruger

31. Oktober – Weltspartag – Reformationstag

Weltspartag – Ein Anlass zur – überfälligen – Reformierung des Spargedankens:

Wir wollen nicht 95 Thesen des zeitgemäßen Sparens an die Türen der Bankfilialen, die Türen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nageln. Aber wir wollen das Bewusstsein für eine sinnvolle, zielführende Vermögensbildung schärfen. Dies gilt besonders für Eltern, die vielleicht am diesjährigen Weltspartag ihre Kinder unbewusst auf die falsche Fährte des Sparens führten, indem Sie ein Sparbuch eröffneten und so die nächste Generation auf die „Droge Zins“ setzten.

Sicher ist das Sparbuch für den Notgroschen eine vernünftige Wahl. Oder auch dafür, um Geld zur Realisierung kleiner und größerer Wünsche zu sparen. Für alle längerfristigen Vermögensbildungsziele sind jedoch andere Medien weitaus besser geeignet. Für diese Zeiträume sind Aspekte wie

  • Inflation
  • Währungssicherheit
  • Rendite

von weitaus größerer Bedeutung als der jederzeitige Zugriff bzw. die nominelle Wertstabilität nahe der Nullverzinsung. Dies zeigt die folgende Tabelle für einen monatlichen Sparbetrag von 25,- Euro und die Ergebnisse bei unterschiedlichen Renditen und Laufzeiten:

Welche Einkunfts-/Ertragsarten aber sind es, die diese Attribute aufweisen?

Neben Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (inklusive möglicher Wertsteigerungen) sind es in erster Linie die unternehmerischen Beteiligungen – und dies besonders in Form der Aktienfonds sowie ausgewählter AIFs, also Alternativ Investmentfonds.
Denn nur diese können in einer sich permanent und immer schneller verändernden Welt die sich immer aufs Neue bietenden Chancen nutzen – mit Unternehmen wie Google, Amazon, facebook, Tesla.

Dass dem in der Vergangenheit so war, zeigen 30 Jahre DAX, MSCI, Dow Jones.
Dass dem in der Zukunft – jeweils auf längere Zeiträume gesehen – so sein „muss“, sagt uns die Logik. Denn es dürfte unseres Erachtens stets so sein, dass diverse, weltweit eine wohl ausgewählte und immer wieder aktualisierte Top-Unternehmen im Mittel einen höheren Ertrag erwirtschaften, als Anleger auf dem Sparbuch erhalten.
Um Ihnen, den interessierten Anlegern, die besten Alternativen aufzeigen zu können, bieten wir – wie vielleicht bekannt – Informationsveranstaltungen über

Forum Verbraucher Informationen
für Vermögensbildungs-, -anlage- und Absicherungskonzepte

Ihnen allen eine schöne Zeit,

beste Grüße

Ihr Wolfgang Bruger

Das Projekt – Teil 3 – Vermögensbildung und Ruhestandsplanung

Im letzten Beitrag habe ich mit meiner Unterredung mit Prof. Rürup zur Altersversorgung geschlossen. Da ich nicht weiß, ob ich seine Ausführungen zitieren darf, möchte ich es bei der Aussage belassen, dass sich Prof. Rürup ausgesprochen positiv für Aktien als Instrument der Vermögensbildung und Altersversorgung geäußert hat. Einschränkend wies er jedoch auf die mit Aktien verbundene mehr oder weniger hohe Volatilität hin. Die Volatilität bezeichnet allgemein die Schwankung von Zeitreihen, hier die Schwankungsintensität von Aktien und Aktienfonds oder Indices, die – auch aus meiner Erfahrung – definitiv nicht jeder erträgt.
Als in diesem Zusammenhang interessant qualifizierte Prof. Rürup Investitionen in Infrastruktur – das Rückgrat einer jeden Volkswirtschaft. Abgesehen davon, dass die Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) bis 2030 hier einen Investitionsbedarf in Höhe von 65 Billionen US-Dollar errechnet hat, erlauben bestimmte Formen der Investition in dieses Segment eine gute Rendite bei begrenzter Volatilität. Schließlich noch ein paar Anmerkungen zu Punkt 3 – nämlich den sachlogischen Überlegungen, die für alternative Spar- und Anlageformen für die Zukunft sprechen. Zwei Aspekte sollen hier kurz andiskutiert werden. Zum einen gilt es zu fragen, ob

  • es sinnvoll erscheint, in eine Anlageform zu investieren, die sich über 20, 30, 40 oder 50 Jahre und länger als relativ unflexibel darstellt
  • es schlau ist, in Zinsanlagen zu investieren – in Anlagen, die Dritten als Kapitalbeschaffung – häufig – für renditeträchtigere Investitionen dienen?

Graphische Darstellung des Einflusses der Renditen auf Basis eines Referenzzeitraumes von 35 Jahren

Zielführender erscheint es vielmehr in Anlagen zu investieren, die direkt an der Quelle der Rendite investieren, in Investments, die sich zudem flexibel den Veränderungen der Welt anzupassen vermögen. Sprechen Sie uns an. Gern zeigen wir Ihnen allgemeingültige, konkretere Strategien bzw. Anlageformen. Diese erläutern wir Ihnen gern im Rahmen der fvi-Veranstaltungen, deren Termine wir rechtzeitig bekanntgeben.
Wir entwickeln mit Ihnen die für Sie optimalen Wege der Vermögensbildung, -anlage, Altersversorgung und Ruhestandsplanung in einer Einzelberatung.

Ihr Wolfgang Bruger

Das Projekt – Teil 2: Vermögensbildung und Ruhestandsplanung

Am Ende des ersten Teils meiner Betrachtung habe ich die Frage gestellt, welche Spar- und Anlageformen auf lange Sicht höhere Renditen bieten als die der klassischen Rentenversicherung. Um eine fundierte Antwort hierauf zu finden, gilt es zunächst folgende drei Punkte zu beleuchten:

  1. Welche Renditen boten alternative Anlageklassen und -formen in den relevanten Referenzzeiträumen von 20, 30 und mehr Jahren in Deutschland?
  2. Welche Vorgehensweisen sind mit welchen Erfolgen im europäischen Ausland zu beobachten?
  3. Welche sachlogischen Überlegungen sprechen bei zukünftigen Spar- und Anlagezeiträumen für die eine oder andere Anlageform?

Um Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit nicht überzustrapazieren, will ich mich in den Antworten kurz fassen. Ausführliche Erläuterungen gebe ich Ihnen gern in einem Beratungsgespräch oder aber in Veranstaltungsabenden der Firma:

fvi KG
Forum Verbraucher Informationen
für Vermögensbildungs-, -anlage- und Absicherungskonzepte

Nun aber die versprochenen kurzen Antworten:
1. Je länger die Betrachtungszeiträume, desto überlegener und ertragreicher waren die unternehmerischen Beteiligungen – hier die Aktien und Aktienfonds. Zu unterscheiden sind dabei Aktienfonds mit deutschem, europäischem und internationalem Fokus. Wenngleich diese voneinander abweichen , weisen sie grundsätzlich bessere Ergebnisse auf.

2. Aktien und Aktienfonds spielen in Deutschland – im Verhältnis zum europäischen Ausland und anderen entwickelten Volkswirtschaften – in der Vermögensbildung eine eher untergeordnete Rolle. Dies wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Vermögensbildung jedes einzelnen aus; es führt auch dazu, dass Deutschland pro Kopf eines der geringsten private Volksvermögen in Europa aufweist!

Diesbezüglich verweise ich an dieser Stelle auf eine Analyse des „Handelsblatt Research Instituts“, dessen Präsident Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup ist. Im März dieses Jahres hatte ich im Rahmen einer Tagung Gelegenheit, mich mit Prof. Rürup eingehend zum Thema zu unterhalten. Hierzu mehr in meinem nächsten Blogbeitrag, in dem ich auch auf Punkt 3 – die sachlogischen Überlegungen näher eingehe.

Herzliche Grüße

Ihr Wolfgang Bruger

Projekt: Vermögensbildung und Ruhestandsplanung

Nach wir vor ist für viele Menschen das Projekt Vorsorge für das Alter und die Sicherung eines entspannten Ruhestands eng mit den Angeboten der Lebens- und Rentenversicherungen verbunden. Automatisch greifen sie für die Phase des Aufbaus auf die klassische und/oder fondsgebundene Lebens- bzw. Rentenversicherung zurück. Auch werden vor dem Renteneintritt gern freie Mittel in die Rentenversicherung eingezahlt. Als Ordnungsrahmen hat der Gesetzgeber dabei zunächst drei Säulen, 2005 dann mit dem RV-Nachhaltigkeitsgesetz und der Einführung der Basis-/Rürup-Rente drei Stufen definiert:

Stufe 1: Gesetzliche Rentenversicherung sowie Basis- bzw. Rüruprente
Stufe 2: Betriebliche Altersversorgung und Riesterrente
Stufe 3: Private Rentenversicherung

Doch langsam findet ein Umdenken statt. Die über Jahrzehnte gewachsene und fast automatisch gedankliche Verbindung „Altersversorgung = Rentenversicherung“ lockert sich. Einer der Hauptauslöser hierfür ist der – der vor Jahren noch unvorstellbar – massiv gesunkene Marktzins. Mit diesem sank im Zeitablauf der Garantiezins der Rentenversicherungen, insbes. aber deren auch deren Ertragspotential – denn die Versicherer legen den Löwenanteil von etwa 80% ihres Anlage-topfes in verzinslichen Anlagen an. Die Folge: Rentenversicherungen wurden sukzessive immer unattraktiver.

Die Rendite ist bei langfristigen Anlagen jedoch äußerst wichtig! Sie spielt in der für den Ablauf eines Spar- bzw. Anlageprozesses bestimmenden Formel: Anlage-/Sparbetrag x Laufzeit x Rendite die zentrale Rolle. Bei einem fixierten Vermögensziel und sinkendem Ertrag müssten also die Laufzeit und/oder der Anlagebetrag erhöht werden. Ergo: der Prozess wäre früher zu beginnen und/oder der Spar- bzw. Anlagebetrag zu erhöhen. Da die Anlagefähigkeit in aller Regel aber begrenzt ist, stellt sich die Frage, ob es rentablere Anlageformen gibt und wie der vermeintlich bestehende „Anlagenotstand“ zu lösen ist.

Lesen Sie hierzu in unserem nächsten Blog.

Ihr Wolfgang Bruger

Geldanlage mit Strategie lernen

Geldanlage lässt sich lernen!

Vielleicht kennen Sie den Ausspruch von John Davison Rockefeller: „Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten.“ Ich denke, dass an dieser sehr plastisch formulierten Aussage viel Wahres ist. Insbesondere in der aktuellen Phase des „Null-Zins-Szenarios“ bedarf es verstärkter Überlegungen, wie man Sparvorgänge und bereits angesparte Geldbeträge optimal investiert. Selbstverständlich müssen die Anlagestrategien – wie auch vom Gesetzgeber gefordert – individualisiert, also auf

  • die Ziele jedes einzelnen Anlegers,
  • seine Risikoneigung
  • seine Kenntnisse und Erfahrungen
  • sowie seine finanzielle Situation

abgestimmt werden.

Was die Ziele, die Risikoneigung und Kenntnisse anlangt – hierzu möchten wir mit einer neu gegründeten Informationseinrichtung, der

FVI KG
Forum Verbraucher Informationen

unseren Beitrag leisten und Sie, Ihre Freunde, Bekannten, Mitarbeiter oder Mandanten über die Grundlagen der Geldanlage in Veranstaltungen informieren bzw. vorhandene Kenntnisse vertiefen. Dabei berücksichtigen wir einen weiteren – weisen – Spruch von L. A. Seneca, der da sagte: „Wie töricht ist es, Pläne für das ganze Leben zu machen, da wir noch nicht einmal Herren des morgigen Tages sind“. In diesem Sinne ist ein Aspekt unserer strategischen Überlegungen, Anlageformen zu identifizieren, die sich den Veränderungen der Zukunft, flexibel anzupassen vermögen. Denn die Welt dreht sich – wie wir täglich erfahren – immer schneller; Rahmenbedingungen treten ein, die wir nie für möglich gehalten hätten, wie z.B.

  • 10 jährige Bundesanleihen, für die der Anleger, der Gläubiger, nicht Zinsen vom Schuldner erhält, sondern eine Zeitlang an den Schuldner zahlen musste!
  • Staatsverschuldungen, die weltweit aus dem Ruder zu laufen scheinen,
  • Immobilienpreise, die in Metropolen durch die Decke gehen, in Randbereichen dafür schier unverkäuflich sind,
  • die Deutsche Bank, VW und andere, die mit existentiellen Problemen kämpfen,
  • ein Ölpreis, der von über 100 auf ca. 25 US $ abstürzt und sich dann wieder verdoppelt,
  • eine riesige Flüchtlingswelle aus Afrika, dem nahen Osten und Osteuropa
  • eine Volksabstimmung in GB, die zum Brexit führt und Europa erschüttert,
  • ein Präsident Trump in den USA.

Wie sich diese Ereignisse und zukünftigen Entwicklungen auf die einzelnen Anlageklassen und Anlagesegmente auswirken wird zu diskutieren sein. Eines ist jedoch sicher: Wenn die Zinsen steigen, fallen die festverzinslichen Papiere und leiden die Anlagen, die schwerpunktmäßig in diese investieren. „Wir“ stecken in der „Zinsfalle“!
Seien Sie gespannt: Wir legen Ihnen die Zusammenhänge verständlich dar; versuchen Ihnen Antworten auf Fragestellungen zu geben, die Sie schon immer geklärt wissen wollten. Wenn Sie sich selber informieren wollen, oder andere auf diese Möglichkeit aufmerksam machen möchten, so rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-Mail.
Wir hoffen, Ihnen mit unserem „Forum“ eine hilfreiche Informationsquelle bieten zu können und freuen uns, von Ihnen zu hören.

Mit besten Grüßen

Ihr Wolfgang Bruger