Am Ende des ersten Teils meiner Betrachtung habe ich die Frage gestellt, welche Spar- und Anlageformen auf lange Sicht höhere Renditen bieten als die der klassischen Rentenversicherung. Um eine fundierte Antwort hierauf zu finden, gilt es zunächst folgende drei Punkte zu beleuchten:

  1. Welche Renditen boten alternative Anlageklassen und -formen in den relevanten Referenzzeiträumen von 20, 30 und mehr Jahren in Deutschland?
  2. Welche Vorgehensweisen sind mit welchen Erfolgen im europäischen Ausland zu beobachten?
  3. Welche sachlogischen Überlegungen sprechen bei zukünftigen Spar- und Anlagezeiträumen für die eine oder andere Anlageform?

Um Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit nicht überzustrapazieren, will ich mich in den Antworten kurz fassen. Ausführliche Erläuterungen gebe ich Ihnen gern in einem Beratungsgespräch oder aber in Veranstaltungsabenden der Firma:

fvi KG
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für Vermögensbildungs-, -anlage- und Absicherungskonzepte

Nun aber die versprochenen kurzen Antworten:
1. Je länger die Betrachtungszeiträume, desto überlegener und ertragreicher waren die unternehmerischen Beteiligungen – hier die Aktien und Aktienfonds. Zu unterscheiden sind dabei Aktienfonds mit deutschem, europäischem und internationalem Fokus. Wenngleich diese voneinander abweichen , weisen sie grundsätzlich bessere Ergebnisse auf.

2. Aktien und Aktienfonds spielen in Deutschland – im Verhältnis zum europäischen Ausland und anderen entwickelten Volkswirtschaften – in der Vermögensbildung eine eher untergeordnete Rolle. Dies wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Vermögensbildung jedes einzelnen aus; es führt auch dazu, dass Deutschland pro Kopf eines der geringsten private Volksvermögen in Europa aufweist!

Diesbezüglich verweise ich an dieser Stelle auf eine Analyse des „Handelsblatt Research Instituts“, dessen Präsident Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup ist. Im März dieses Jahres hatte ich im Rahmen einer Tagung Gelegenheit, mich mit Prof. Rürup eingehend zum Thema zu unterhalten. Hierzu mehr in meinem nächsten Blogbeitrag, in dem ich auch auf Punkt 3 – die sachlogischen Überlegungen näher eingehe.

Herzliche Grüße

Ihr Wolfgang Bruger