Crowdfunding und Crowdinvesting

Crowfunding – Rendite und Risiko im Bewusstsein behalten:

Der eine oder die andere von Ihnen mag von den neuen Instrumenten der Finanzierung von Projekten wie auch des gemeinsamen Investierens gehört haben. „Crowdfundings“ und „Crowdinvesting“ werden sie genannt – übersetzt „Schwarmfinanzierung bzw. -investition.“ Die Bezeichnungen lassen erkennen: Die Idee kommt aus der anglo-amerikanischen Welt. Entscheidend jedoch ist nicht die Benennung, sondern die dahinter stehende Idee – nämlich potentielle Geldgeber mit tendenziell kleineren Beträgen und Investoren mit speziellen Projekten zusammen zu bringen.

Entscheidend für den Erfolg von diesen Anlagen sind allerdings vier Punkte:

  • die Qualifikation und Kompetenz der handelnden Personen
  • die Qualität und die Zukunftsfähigkeit der ausgewählten/angestrebten Investitionsprojekte
  • die intelligente Streuung/Zusammensetzung der Einzelinvestments oder Produkt-Portfolios
  • die Existenz der staatlichen und aufsichtsrechtlichen Kontrolle

Diese Anforderungen an ein Investment sind beim klassischen Crowdfunding und -investing allerdings nur sehr begrenzt erfüllt. Oft, handelt es sich vornehmlich um einzelne Investitionsideen von nicht immer professionellen Investoren, die wahrscheinlich für Ihre Projekte keine Bankfinanzierung erhalten und keiner staatlichen Kontrolle unterliegen. An sich nicht unsympathisch, aber aufgrund der Struktur des Unterfangens auch potentiell gefährlich.Da es sich oft um sehr geringe Einstiegsbeträge handelt, ist der eine oder die andere potentielle Anleger/in geneigt, voll ins Risiko zu gehen. Warum nicht im Nullzinsumfeld einmal, mit höherer Renditechance, etwas „wagen“ – so der Gedanke. Das Risiko sollte einem Crowdfunding-Investor jedoch stets bewusst sein.

Beim Crowdfunding professionell denken und handeln

Das Ansinnen der Anleger können wir gänzlich nachvollziehen, und wir unterstützen die Idee vom Grundsatz zu 100 Prozent – nämlich Unternehmer oder besser Ideengeber mit der Ansammlung von vielen kleinen Beträge bei der Umsetzung ihrer Idee zu unterstützen. Möglichst soll dabei natürlich eine mehr oder weniger interessante Rendite erzielt werden.

Unsere Empfehlung ist jedoch, die Investitionsidee zu professionalisieren – besonders, wenn es um Gelder geht, die nicht allein einer Idee zum Erfolg verhelfen, sondern auch der eigenen, sichereren Vermögensbildung dienen soll. So ist es unter diesem Aspekt unseres Erachtens ratsam, gemeinsam mit professionellen Investoren anzulegen:

  • in zukunftsträchtige und angesichts der sich stetig verändernden Welten entsprechend anpassungsfähige Projekte
  • optimal in einem überlegt strukturierten Portfolio von Einzelprojekten, so dass die angelegten Gelder aufgrund der gewählten Zusammenstellung eine „Risiko-Reduzierung“ oder besser gesagt, eine Glättung der Erträge erfahren
  • zudem alle Aktivitäten der handelnden Personen unter gewisser staatlicher bzw. aufsichtsrechtlicher Kontrolle zu wissen – sowohl beim „funding“ (Ansammlung des Kapitals) als auch beim „investing (der Verwendung) – also der Erst- und den Folgeinvestitionen, dem Management und schließlich der Rückführung an die Anleger

Hilfreich für den angestrebten Anlageerfolg wäre darüber hinaus eine testierte Leistungsbilanz der „funding-Institute“ wie auch der „Investment-Häuser“. Derartige Häuser sind seit einigen Jahren existent und bieten ihre Produkte auch Privatinvestoren für kleinere Einmalbeträge und/oder Sparpläne an.

Kommen Sie auf uns zu – wir senden Ihnen gern weiterführende Informationen zu bzw. erläutern Ihnen die Anlagemöglichkeiten in einem persönlichen Gespräch.

Mit besten Grüßen

Wolfgang Bruger

31. Oktober – Weltspartag – Reformationstag

Weltspartag – Ein Anlass zur – überfälligen – Reformierung des Spargedankens:

Wir wollen nicht 95 Thesen des zeitgemäßen Sparens an die Türen der Bankfilialen, die Türen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nageln. Aber wir wollen das Bewusstsein für eine sinnvolle, zielführende Vermögensbildung schärfen. Dies gilt besonders für Eltern, die vielleicht am diesjährigen Weltspartag ihre Kinder unbewusst auf die falsche Fährte des Sparens führten, indem Sie ein Sparbuch eröffneten und so die nächste Generation auf die „Droge Zins“ setzten.

Sicher ist das Sparbuch für den Notgroschen eine vernünftige Wahl. Oder auch dafür, um Geld zur Realisierung kleiner und größerer Wünsche zu sparen. Für alle längerfristigen Vermögensbildungsziele sind jedoch andere Medien weitaus besser geeignet. Für diese Zeiträume sind Aspekte wie

  • Inflation
  • Währungssicherheit
  • Rendite

von weitaus größerer Bedeutung als der jederzeitige Zugriff bzw. die nominelle Wertstabilität nahe der Nullverzinsung. Dies zeigt die folgende Tabelle für einen monatlichen Sparbetrag von 25,- Euro und die Ergebnisse bei unterschiedlichen Renditen und Laufzeiten:

Welche Einkunfts-/Ertragsarten aber sind es, die diese Attribute aufweisen?

Neben Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (inklusive möglicher Wertsteigerungen) sind es in erster Linie die unternehmerischen Beteiligungen – und dies besonders in Form der Aktienfonds sowie ausgewählter AIFs, also Alternativ Investmentfonds.
Denn nur diese können in einer sich permanent und immer schneller verändernden Welt die sich immer aufs Neue bietenden Chancen nutzen – mit Unternehmen wie Google, Amazon, facebook, Tesla.

Dass dem in der Vergangenheit so war, zeigen 30 Jahre DAX, MSCI, Dow Jones.
Dass dem in der Zukunft – jeweils auf längere Zeiträume gesehen – so sein „muss“, sagt uns die Logik. Denn es dürfte unseres Erachtens stets so sein, dass diverse, weltweit eine wohl ausgewählte und immer wieder aktualisierte Top-Unternehmen im Mittel einen höheren Ertrag erwirtschaften, als Anleger auf dem Sparbuch erhalten.
Um Ihnen, den interessierten Anlegern, die besten Alternativen aufzeigen zu können, bieten wir – wie vielleicht bekannt – Informationsveranstaltungen über

Forum Verbraucher Informationen
für Vermögensbildungs-, -anlage- und Absicherungskonzepte

Ihnen allen eine schöne Zeit,

beste Grüße

Ihr Wolfgang Bruger

Geld richtig anlegen

Das Ziel im Blick

AnlagestrategieIm Blog – „Lernen von Warren Buffett“ – habe ich mich zu allgemeinen anlagestrategischen Überlegungen geäußert und versucht, Ihnen mögliche Ängste vor Kursschwankungen zu nehmen. Heute will ich konkreter werden.

Angenommen ein Anleger verfügt aus einer abgelaufenen Lebensversicherung, eines Hausverkaufes, einer Abfindung, Schenkung, eines Erbes oder schlicht Ersparnissen über einen gewissen, zur Anlage freien, Betrag von beispielsweise 10.000 Euro, 20.000 Euro, 50.000 Euro oder mehr und könnte zudem oder ausschließlich monatlich einen festen Betrag sparen. Wie sollte er vorgehen?

Losgelöst von der Höhe des Betrages, stets gilt es in einem ersten Schritt das Spar- bzw. Anlageziel bzw. auch verschiedene Spar- bzw. Anlageziele festzulegen, denn ohne klare Zielformulierung kein optimaler Weg! Welche Ziele könnten dies sein und wie wirken sich diese auf die Wahl der Strategien aus?
Am sinnvollsten ist hier die Differenzierung nach der zeitlichen Erstreckung der Sparprozesse bzw. Anlagedauern. So unterscheidet man nach unbefristeten – wie z.B. der Liquiditätsreserve – nach kurzfristigen (bis 2 Jahre), mittelfristigen (2 bis 8 Jahre) und langfristigen Zielen (über 8 Jahre).
Grund hierfür ist, dass aus den genannten Laufzeiten unterschiedliche Anforderungen an Lösungen erwachsen: Während für die Liquiditätsreserve und kurzfristigen Anlagezeiträumen die Wertstabilität über allem steht und der Zins (aktuell zwischen 0,0 und 0,5%) eher nebensächlich ist, sind bei langfristigen Spar- bzw. Anlagezeiträumen der Ertrag und ganz andere Kriterien relevant.

Bedeutung des langfristigen Ertrags: Dies zeigt sich z.B. bei einer 30-jährigen Anlage von 10.000 Euro, die bei
0% Zins: 10.000,00 Euro  / 1% Zins: 13.478,50 Euro  /  3% Zins: 24.272,60 Euro /  6% Zins: 57.434,90 Euro  erbringt.

Relevanz der breiten Streuung

Warum? Je länger die Spar- bzw. Anlagezeiträume sind, desto stärker ist die Bedeutung zukünftiger nationaler bzw. weltwirtschaftlicher, steuerlicher bzw. politischer Veränderungen, auf die wir keinen Einfluss haben, für den Erfolg unserer Anlageentscheidungen. Man denke an den möglichen Brexit, die Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Inflation speziell Amerikas, etwaige Zinsentscheidungen von Frau Yellen (FED), Herrn Draghi (EZB), die Entwicklung des Ölpreises, das Wachstum in China und Indien.
All das zeigt – und zwar unterschiedliche – Wirkung auf die verschiedenen Anlageklassen wie Bankeinlagen, verzinsliche Wertpapiere, Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle und unternehmerische Beteiligungen, insb. Aktien.
Mithin sollen wir der alten Bauernregel folgen: „Tu nicht alle Eier in einen Korb!“; sprich: Wir müssen mit einer breiten Streuung eine „Atomisierung“ des Gesamtrisikos verfolgen – übrigens die einzige Absicherung, die kein Geld kostet. All dies wird von den Fachleuten unter dem Begriff Diversifikation gefasst.
Wie kann Diversifikation funktionieren? Eine breite Streuung sollte über eine Aufteilung unserer Anlage- und Sparbeträge in mehrere Regionen der Welt und damit in aller Regel in verschiedene Währungen in unterschiedlichste Branchen – z.B. Industrien, IT Branchen, Finanzdienstleistungen,  Anlageklassen – also Nominal- bzw. Geldwerte, Realwerte wie Aktien, Immobilien, Edelmetalle , erfolgen, die – wie gesagt – bei unterschiedlichen Zukunftsszenarien unterschiedlich – positiv bzw. negativ – reagieren.

Bedeutung von Schwankungen

Geldanlage

Bildquelle: Finanzportal24 GmbH – Finanzplaner-Software PRO

Weniger wichtig ist bei längerfristigen Anlagen m. E. die durchgehende, jederzeitige Wertstabilität. Welchen Einfluss die Verfolgung dieses Ziels – gepaart mit einer zusätzlichen Mindestverzinsung – haben kann, zeigen die Probleme, mit denen sich zurzeit die Lebens- und Rentenversicherer konfrontiert sehen.
Anders beim monatlichen Sparen. Hier ist die laufende Schwankung des besparten Produktes sogar vorteilhaft, macht doch der Sparer eines volatilen Aktienfonds-Sparplanes grundsätzlich alles richtig. Denn er kauft mit einem monatlich konstanten Betrag in den Kurstälern relativ viele (günstige) Fondsanteile und bei hohen Kursen automatisch relativ wenige Fondsanteile.

Dies ist ohne Frage schlau! Denn – so zeigt das Schaubild – der Sparer erzielt einen merklichen Gewinn, obwohl sein Einstiegskurs über dem Verkaufspreis liegt! Benannt wird dieses Vorgehen als „cost-average-Methode“.

Weitere relevante Entscheidungskriterien:

Vor dem Hintergrund der Dynamik der Globalisierung der Welt und der sich auch zukünftig mit wachsensendem Tempo vollziehenden Änderungen der Rahmenbedingungen für Spar- und Anlageprozesse ist auf einige weitere Punkte zu achten. Dies sind z.B.

 

 

  • die sich möglicherweise verstärkende (gefühlte/tatsächliche) Inflation
  • die Bonität der Produktgeber, bei verzinslichen Anlagen der Schuldner u. ggf. Garantiegeber
  • die Anpassungsfähigkeit des Produktes an die sich ändernden Rahmenbedingungen
  • die Flexibilität der Produkte und etwaige Mitwirkungsmöglichkeiten bei deren Strukturierung

Welche Anlageprodukte eignen sich für eine längerfristige Vermögenanlage bzw. einen entsprechenden Vermögensaufbau?

Prädestiniert hierfür sind verschiedene, international investierende, offene Aktien- bzw. Mischfonds oder – noch besser – Portfolios, also zielgerichtet Zusammenstellungen, aus diesen. Beispiele wären hier

  • internationale Large-Cap-Fonds (Großunternehmen)
  • Nebenwerte-/Small Cap-Fonds
  • Schwellenländer-/Emerging-Market-fonds,
  • Hemisphärenfonds, wie z.B. Asien- bzw. Pazifikfonds
  • Fondsgebundene Vermögensverwaltungen.

Wenn Anlegern die auch zukünftig immer wieder auftretenden stärkeren Schwankungen an den Börsen – insbesondere bei Einmalanlagen – ein ungutes Gefühl bereiten, sind ausgewählte, von den Kapitalmärkten weitestgehend unabhängigen „Alternativ Investment Fonds“, kurz AIFs geeignet.

Sparplan und Einmalanlage

GewinnzoneDer Sparplan ist aus besagten Gründen tendenziell offensiver (Schwankungsintensiver/volatiler) auszurichten, die Einmalanlage tendenziell defensiver (schwankungsärmer). Denn Anlagebeträge gewinnen im Gegensatz zu Sparplanen aus Schwankungsintensität des Produktes keinen systematischen Vorteil – sie profitieren allein aus langfristigen Kurssteigerungen und Dividendenerträgen.
In dem Bestreben, das Risiko weiter zu streuen und damit zu reduzieren, kann man offene Investmentfonds und AIFs – neben der Streuung innerhalb der Fondsgruppen – auch noch miteinander kombinieren. Gern machen wir Ihnen hierzu individuelle Vorschläge.
Welche Vermögensbildungsstrategien und Produkte zur Realisierung des vorstehend Gesagten nun am geeignetsten sind, hängt von

  • dem jeweils aktuellen Anlagebedingungen
  • dem dann geeigneten Produktangebot sowie
  • Ihren persönlichen Wünschen Zielen ab.

Entsprechend können nähere Informationen und konkrete Vorschläge nur in einem persönlichen Gespräch gemacht werden.
Welche Rolle im Einzelfall noch staatliche Förderungen spielen können, hierzu in einem der folgenden Blogs.

Mit freundlichen Grüßen

Brugerbild

Ihr Wolfgang Bruger & Team

Lernen von Warren Buffett

InvestmentVon den „Alten“ lernen ist nicht gerade sexy – schon gar nicht für die Jugend. Wenn es sich allerdings um Tipps von einem „Guru“ handelt, sollte man seinen Aussagen schon gewisse Aufmerksamkeit schenken. Benjamin Graham war der Lehrmeister von Warren Buffett – einem der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten. Er gab seinem berühmten Schüler einst folgenden Kernsatz mit auf den Weg: „Der Preis ist, was du zahlst – der Wert ist, was du kriegst“. Warren Buffett ergänzte: „Ob wir über Socken reden oder Aktien, ich bevorzuge es, Qualitätsware zu kaufen, wenn die Preise herabgesetzt sind“. Danach zu handeln ist die Aufgabe der Fondsmanager. Dieser Tipp von einem der reichsten Mann des Planeten ist aber auch eine zentrale Leitidee für jeden Anleger. Häufig sind wir bei Kurseinbrüchen jedoch nicht etwa zum Kauf motiviert, sondern erst einmal geschockt. Die Preisrückschläge verunsichern viele Anleger. Doch tatsächlich sind diese „Vergünstigungen“ die von Buffett gemeinten Gelegenheiten, Qualitätsware zu herabgesetzten Preisen zu kaufen!

Eine ebenso bedeutsame Empfehlung vom Meister Buffett: „Nervosität und Kosten sind die größten Feinde. Und wenn Investoren darauf bestehen, rechtzeitig in Aktien ein- und auszusteigen, dann sollten sie versuchen, ängstlich zu sein, wenn andere gierig sind, und gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Ob die aktuellen Kurse nun preiswert sind, das wird die Zukunft zeigen. Sicher ist jedoch, dass die „wahren Werte“ der Papiere in diesem Tempo sicherlich nicht fallen und steigen – es sind lediglich die PreiseChart

Wie viel einzelne Aktien, Aktienfonds oder ausgewählte Portfolios wert sind, hängt von den Zukunftserwartungen der Investoren ab. Kurzfristig ist – wie wir häufig in der Vergangenheit gesehen haben – alles möglich. So hat es immer wieder Rückschläge gegeben. Längerfristig sind die Entwicklungen regelmäßig sehr erfreulich. Hierzu sagte Warren Buffett vor geraumer Zeit:

„Langfristig werden die Börsen-News gut sein. Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte, eine Depression, rund ein Dutzend Rezessionen, Börsenpanik, Ölschocks, eine Grippeepidemie und den Rücktritt eines in Ungnade gefallenen Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11.497.“

Aktuell steht der Dow Jones übrigens bei rund 17.500!

Wie ist die Situation heute? Es gibt sehr viel Grund zur Sorge. Jeden Abend sehen wir die Brandherde in der Tagesschau. Übermäßige Staatsverschuldungen, Kriege, Unruhen, Flüchtlingsströme, drohender Brexit, fehlende Impulse aus China, das Sorgenkind Griechenland und mehr bieten allen Anlass zur Zurückhaltung.

Doch es gibt auch positive Signale! Die Zinsen bleiben auf lange Sicht äußerst niedrig. Steigen werden sie, wenn überhaupt – zunächst nur in den USA – sehr moderat. Anleger erkennen zunehmend, dass es sich bei verzinslichen Anlagen um zinslose Risiken handelt und wenden sich verstärkt den „risikoreicheren“ (volatileren = schwankungsintensiveren) Anlageformen zu.
Auch die besser als erwartete konjunkturelle Entwicklung in Europa und der moderat steigende Ölpreis sind zu nennen. Außerdem gibt es unter dem Stichwort „Digitalisierung 4.0 „ diverse Entwicklungsschübe: selbstfahrende Autos und 3D Drucker sind anschauliche Beispiele.
Weitere positive Effekte sind von notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zu erwarten. So schätzt die OECD das weltweite durchschnittliche Investitionsvolumen für neue Infrastruktur sowie für die Instandhaltung der bestehenden auf jährlich etwa 1,8 Billionen Dollar für die Jahre 2010 bis 2030 ! Was lernen wir daraus?

Der Optimist wird mit zunehmender Laufzeit seiner Anlagen Recht bekommen (siehe Schaubild).

DAX-Grafik-Buffett

Der Pessimist wird kurzfristig immer wieder Belege für seine Zurückhaltung finden. In diesen Rückschlagphasen steigt der Optimist dagegen in den Markt ein – er ergreift die sich bietenden Chancen, wie Warren Buffet es empfiehlt.

Die Empfehlung für Ihre persönliche Anlagestrategie

  • Sie möchten Ihre Chancen nutzen,
  • Rückschläge weitestgehend vermeiden,
  • einzelne Anlage-Entscheidungen nicht selbst fällen,
  • sondern den Experten überlassen und
  • den mit Transaktionen verbundenen Papierkrieg umgehen ??!!

Dann möchten wir Ihnen einen Weg aufzeigen, der all dies berücksichtigt: die fondsgebundene Vermögensverwaltung. 

Wenn Sie Fragen hierzu haben, sprechen Sie uns gern an. Wir stellen Ihnen die Besonderheiten dieser zeitgemäßen und hochattraktiven Anlagealternative gern vor.

 

Mit besten Grüßen

Brugerbild

Wolfgang Bruger

Lademannbogen 10 –  22339 Hamburg – Tel.: 040/500213-0 /  Fax: 040/500213-99  – service@wba24.de

Vermögensbildung – Rendite durch Streuung

Aus der Praxis für die Praxis:

Rendite durch die richtige Anlagestrategie mit StreuungNeulich sprach ich im Rahmen unseres Jahresgesprächs mit einem langjährigen Mandanten seine „Anlagebilanz“  durch –  eine nach Anlageklassen strukturierte Übersicht seiner Investments. Dabei sprachen wir auch über seine selbstbewohnte Eigentumswohnung. Der Mandant teilte mit, dass diese in den letzten 20 Jahren eine Wertsteigerung von 100 Prozent, also eine Verdoppelung, erfahren habe. Er war ob dieser Entwicklung recht erfreut; ich erlaubte mir, ohne das Investment schlecht machen zu wollen, diese jedoch ein wenig zu relativieren.

Wir bemühten die Mathematik und kamen auf eine jährliche Rendite von
p = 3,527 Prozent
 (p für Rendite). Mit der „72-er-Regel“ * (siehe unten) kommt man „zu Fuß“ auf p = 72/t = 3,6 Prozent (t für Jahre).

Wenngleich diese Zahl zunächst erfreulich ist, sind der Rendite jedoch Kosten und Risiken entgegenzusetzen. So hat der Mandant im Laufe der Jahre einige Werterhaltungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen ergriffen, die bei exakter Berechnung abzuziehen sind. Zudem sind Zeit und Nerven, die in die Eigentumswohnungen investiert wurden, ins Kalkül zu ziehen.

Welche Risiken aber könnten eintreten?
Dazu gehören: Veränderung der Eigentümerstruktur, Zahlungsfähigkeit der Miteigentümer, Umlage von Kosten wie Dach, Heizung, Fenster, Balkon. Darüber hinaus wird der Wert – abgesehen von der erfreulichen allgemeinen Immobilienpreissteigerung der vergangenen Jahre – jedoch vom speziellen Umfeld, der nachbarschaftlichen Bebauung etc. geprägt.
Was will ich damit sagen? Der Erfolg jeder Anlage, auch der der liebgewonnenen Immobilie, hängt in hohem Maße von den für diese relevanten Rahmenfaktoren ab, von der Bauphysik und den ökologischen, politischen, rechtlichen, konjunkturellen Einflussfaktoren ab. Wie aber kann ich diesen entgehen?

Die Zauberformel heißt Streuung!
Setze ich alles auf eine Karte z. B. 100.000 Euro in eine Anlage und erziele über 40 Jahre jährlich 1 Prozent, so ergibt dies ca. 148.000 Euro. Teile ich die 100.000 Euro auf 10 Anlagen von jeweils 10.000 Euro auf und erhalte bei 9 Anlagen nicht nur 0%, sondern erleide gar bei diesen einen Totalverlust und macht die 10. Anlage über die 40 Jahre 6,99% Rendite, so erziele ich ebenfalls ca. 149.000 Euro. Erreichen 8 der 10 Anlagen eine positive Rendite und alle 10 Anlagen im Durchschnitt 5 Prozent per anno, so lautet das Ergebnis ca. 700.000 Euro.

Das bedeutet: Eine breite Streuung risiko- und chancenbehafteter Anlagen reduziert das Gesamtrisiko und erhöht die Chancen. Denn wäre hatte vor 10 Jahren gedacht, dass eine 10 jährige Bundesanleihe eine Rendite von 0,2 Prozent jährlich erbringt und das Sparbuch eine quasi Nullzins abwirft? Dass die Commerzbank nur noch mit staatlicher Unterstützung überleben kann und die Deutsche Bank in arge Nöte gerät? Dass Nokia, ehemals Marktführer im Handygeschäft, quasi von der Bildfläche verschwindet? Dass Amazon, Google, Facebook zu Giganten aufsteigen? Dass der Ölpreis von über 100 US $ auf ca. 27 US $ fällt anstatt weiter zu steigen? Dass VW sich in derartige Schwierigkeiten manövriert und Tesla einen sensationellen Zuspruch erfährt.

Wie wir diese enormen wirtschaftlichen Veränderungen in der globalisierten Welt – in englisch – „change“, in zeitgemäße Anlagestrategien bzw. Anlageformen ummünzen und damit unseren Anlegern die „chance“ eröffnen, dazu gehe ich demnächst auf diesem Blog ein. Ich freue mich auf Ihr Interesse!

Die 72er Regel ist eine praktikable Regel, die von der Finanz-Mathematik benutzt wird, um schnell zu schätzen, wie viele Jahre es dauert, um ein bestimmtes Kapital zu verdoppeln, oder um den Jahreszinssatz zu schätzen, der benötigt wird, damit ein gegebener Geldbetrag sich über eine gegebene Anzahl von Jahren verdoppelt. Die Regel besagt, dass „der Zinssatz in Prozent multipliziert mit der Anzahl der Jahre, die es dauert, einen Kapitalbetrag zu verdoppeln, ungefähr gleich 72 ist.

Ihr Wolfgang Bruger

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