Private Krankenversicherung

Versicherungsschutz optimieren – Vorsicht bei Lockangeboten

 

PKVDieser Beitrag wendet sich explizit an diejenigen, die sich bereits vor geraumer Zeit für eine private Kranken-Vollversicherung entschieden haben und vielleicht an eine Optimierung des Versicherungsschutzes denken. Anlass hierfür ist in aller Regel der vermeintlich stark gestiegene Beitrag.

 

Verglichen mit der Entscheidung zwischen Miete und Kauf eines Hauses haben Sie sich damals unter bestimmten Rahmenbedingungen für die risikoreichere, weil unsichere Variante entschieden – ebenfalls wegen des Beitrags, hier des günstigeren. Nun haben sich die persönlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert sowie bestimmte Tarifentwicklungen ergeben. Also gilt es das „Haus zu renovieren“ – sprich den Versicherungsschutz unter den gegebenen neuen Faktoren optimal anzupassen. Eine neue Chance! Doch Achtung – wie häufig, können auch hier erhebliche, langfristig nachwirkende Fehler gemacht werden. Unser Bestreben ist es, Sie hiervor ausdrücklich zu warnen!

Mag die Werbung mancher Anbieter noch so verlockend klingen: Es gibt keinen vernünftigen Versicherungsschutz für einen 50 plus – Best Ager, der nur 59,- Euro im Monat kostet. Glauben Sie das nicht, auch wenn uns die eine oder andere Werbe-Mail das immer wieder glaubhaft machen will! In der Regel gilt: Sollten Sie 20 Jahre und mehr bei einem Versicherer als Kunde geführt sein – nehmen Sie keinen Versicherwechsel vor. Denn durch diesen Schritt

  • gehen die Altersrückstellungen zum großen Teil definitiv verloren und
  • müssen Sie die Gesundheitsfragen neu, komplett und genauestens beantworten

und Fehler in der Beantwortung können zu vorvertraglicher Anzeigepflichtsverletzung und entsprechenden Konsequenzen führen.

Empfehlenswert ist somit zu meist nur ein Wechsel innerhalb des Tarifwerkes des aktuellen Versicherers. Aber auch hier gibt es einiges zu bedenken. So sollten Sie möglichst keinen Wechsel von einem Bisex- in einen Unisex-Tarif vornehmen, da es in der größeren Bisex-Tarifwelt eher wieder Möglichkeiten gibt, in einen preisgünstigeren Tarif zu wechseln. Der Unisex-Bereich hat nur ein begrenztes Tarifangebot.

 

Wie nun aber sollte man vorgehen?

Dringend geboten ist ein intensiver Leistungsvergleich unter den Tarifalternativen – also eine EDV-gestützte und detaillierte Betrachtung Beratung Krankenversicherungund Gegenüberstellung aller Leistungsmerkmale des bestehenden Tarifes sowie der möglichen Alternative.

Weiterhin sind etwaige Selbstbeteiligungsvarianten zu berücksichtigen – bei Angestellten unter Beachtung des Arbeitgeberzuschusses.
Selbstständige sind hier freier in Ihrer Entscheidung. Sie sollten tendenziell eine höhere Selbstbeteiligung wählen. Zum einen, um den Beitrag zu senken und zum anderen unter dem Aspekt der Beitragsrückerstattung. Die Krankenversicherung ist ein sehr komplexes Feld. Wenn Sie Fragen dazu haben, so informieren Sie sich bei Interesse auch auf unserer Homepage.
Gern steht Ihnen aber auch die Leiterin unserer Fachabteilung Kranken- und Pflegeversicherung, Bettina Bruger, zur Verfügung. Sie hat nach 20-jähriger Tätigkeit in Krankenhäusern und Praxen die Ausbildung zur Versicherungsfachfrau absolviert und sich seit einigen Jahren eingehend auch mit der Tarifwechseloption innerhalb der Gesellschaften beschäftigt.

 

Herzliche Grüße

 

Brugerbild

 

Ihr Wolfgang Bruger

 

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